LEWIS®
Schwalbenschwanzplatten

Eigenschaften

  • Bauaufsichtliche Zulassung [Nr. Z-26.1-36].
  • Einsetzbar für Balkenabstände bis 1.500 mm.
  • Hohe Haltbarkeit durch Verwendung von qualitätskontrolliertem, verzinktem Breitbandstahl.
  • Hochwertige Fußböden mit einer Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten.
  • Schalung und Bewehrung in einem Arbeitsgang.
  • Verkehrslasten bis 5,0 kN/m2 möglich bei entsprechend hohen Punktbelastungen.
  • Einfache Verarbeitung durch die spezielle Profilgebung.
  • Verlegung direkt auf die Tragkonstruktion möglich, die alte Dielung kann entfallen.
  • Die Profilgebung gewährleistet ausreichende Belüftung der Unterkonstruktion.
  • Eigengewicht inkl. Vergussmasse ca. 90 kg/m2 [ca. 0,9 kN/m2], beim Standardaufbau von 50 mm.
  • Gefahrloser Einsatz der Oberflächenbeläge, sogar großformatige keramische Fliesen.
  • Feuerwiderstand von 60 – 120 Minuten kann erreicht werden.
  • Luft- und Trittschalldämmwerte nach DIN 4109 und gehobener Trittschallschutz kann erreicht werden.
  • Wasserbeständige Fußböden.
  • Seit mehr als 80 Jahren bewährt.

 

Konstruktive Eigenschaften und Berechnungsgrundlagen

Tragfähigkeit

Belastungstest der LEWIS®-Schwalbenschwanzplatten mit Vergussmasse an der Universität Kaiserslautern, Fachbereich Stahlbau

 

Die optimierte „S“-förmige Geometrie der LEWIS®-Schwalbenschwanzplatte sorgt für eine besonders hohe Steifigkeit der Platte und gewährleistet eine höchst mögliche Tragfähigkeit bei der Verbindung der Platte mit der Vergussmasse.

 

Stahlqualität

Breitbandstahl in der Qualität S320GD + Z275-N-A-C nach DIN EN 10 326. In Deutschland [Universität Kaiserslautern Fachrichtung Stahlbau] und in den Niederlanden [TNO Bouw] wurden Tragfähigkeits-Untersuchungen mit LEWIS®-Platten auf Holzbalkenlagen vorgenommen. Diese Untersuchungen wurden durchgeführt für vernagelten und schwimmenden Aufbau.

 

Minimale Vergussstärken

gemäß Zulassung

  • Schwimmender Aufbau bis 3,5 kN/m2: 16 + 34 = 50 mm
  • Verbundkonstruktion: 16 + 34 = 50 mm
  • Verkehrslasten von 5,0 kN/m2: 16 + mind. 39 = 55 mm

nach DIN 18560, Teil 2 [außerhalb der Zulassung]

  • Fußbodenheizung Zementestrich [* Annahme Heizungsrohr 20 mm Ø]: 16 + 20* + 45 = 81 mm

 

Tragkraft der LEWIS®-Platten ohne Vergussmasse

Spannweite
Lt [mm]
Tragkraft
kN/m2 [kp/m2 ]
Sicherheits-
faktor y
600 8,5 [850] 1,7
900 5,7 [570] 1,7
1.200* 3,8 [380] 1,7
1.500* 2,5 [250] 1,7

zul-p = Werte entsprechend DIN 18807, Teil 3
Tragkraft für Mehrfeldüberspannungen unter Berücksichtigung einer max. Durchbiegung F=1/150.
* Es ist notwendig vorübergehend abzustützen bis die Vergussmasse abgebunden hat.

 

Verkehrslast der LEWIS®-Platten mit Vergussmasse [Universität Kaiserslautern FB Stahlbau]. Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Nr. Z-26.1-36

Spannweite
Lt[mm]
Deckenstärke
[mm]
Verkehrslast
kN/m2 [kp/m2]
Bewehrungs-
matte Q 188
Vergussmasse
Zementestrich
Vergussmasse
Beton
0 - 1.500 50 3,5 [350] nein C20/F4 C20/25
0 - 1.500 55 5,0 [500] ja C30/F6 C30/37

Festigkeit der Tragkonstruktion nach DIN Normen

Es muss immer geprüft werden, ob die anzuwendenden hölzernen oder stählernen Tragkonstruktionen ausreichend stark und steif sind. Bei einfachen, statisch bestimmten Konstruktionen kann die Tabelle auf dieser Seite benutzt werden. Bei abweichenden Konstruktionen muss nach den geltenden Rechenvorschriften der DIN-Normen verfahren werden.

 

Rechenbeispiel

In einer Wohnung sollen LEWIS®-Fußböden auf Dielung aus Nadelholz verlegt werden. Aufbau schwimmender Fußboden, Balkenabmessungen 100 × 200 mm, Spannweite 4.000 mm und mittiger Balkenabstand 800 mm. Zulässige Belastung der Balkenlage: 2,10 kN/m2

Gewichte der Konstruktionselemente:

  kN/m2 kp/m2
Balken 0,200 20,0
Dielung 0,150 15,0
LEWIS®-Platten 0,058 5,8
Estrich oder Beton* 0,840 84,0
Insgesamt 1,248 [< 1,25] 124,8 [< 125]
Nutzlast Wohnhausböden 1,500 [< 2,10] 150,0 [< 210]

Schlussfolge: reicht aus

Wenn das Gewicht der Fußbodenkonstruktion höher ist als 1,25 kN/m2 oder wenn höhere Verkehrslasten gefordert sind, dann muss eine neue Berechnung erfolgen.  * Mittelwert 42 mm

Beispiele Eigengewichte

  kN/m2 kp/m2
Holzbalken
[Tanne, Fichten und europäisches Kiefernholz 500 kg/m2]
0,20 20
Dielung 0,15 15
Unterdeckenkonstruktion [Holzplatten und Gipskarton] 0,15 15
Leichte Trennwände [Gipskarton Montagewand bei Wandgewicht 1,0 kN/m2] 0,75 75
  kN/m2 pro cm kp/m2 pro cm
LEWIS®-Platten = DIN 1055 Teil 1 0,058 5,8
Zementestrich/Beton 0,22 22
Anhydritestrich 0,22 22
Leichtbeton 0,15 15

Wir bitten um Beachtung der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung.

Bemessungstabellen der zulässigen Belastungen in kN/m<sup>2</sup> gemäß DIN 1052

Tabelle A mittiger Balkenabstand 600 mm

Balkenabmessung [mm] Stützweite Lt [mm]        
  2.500 3.000 3.500 4.000 4.500
75 × 175 6,85 4,05 2,05 - -
100 × 200 12,90 8,60 5,30 3,20 1,85
140 × 180 14,75 9,55 5,45 3,30 1,90

Tabelle B mittiger Balkenabstand 800 mm

Balkenabmessung [mm] Stützweite Lt [mm]        
  2.500 3.000 3.500 4.000 4.500
75 × 175 4,85 2,70 - - -
100 × 200 9,35 6,15 3,65 2,10 -
140 × 180 10,80 6,85 3,75 2,15 -

Tabelle C mittiger Balkenabstand 1.000 mm

Balkenabmessung [mm] Stützweite Lt [mm]        
  2.500 3.000 3.500 4.000 4.500
75 × 175 3,60 1,90 - - -
100 × 200 7,25 4,70 2,70 - -
140 × 180 8,35 5,20 2,75 - -

Bei der Berechnung wurde von den nachfolgenden Eigengewichten ausgegangen:

  • LEWIS®-Konstruktion 50 mm: 0,90 kN/m2
  • Balkenlage: 0,20 kN/m2
  • Unterdeckenkonstruktion: 0,15 kN/m2 
  • Insgesamt: 1,25 kN/m2
 

Lotrechte Verkehrslasten

Gleichmäßig verteilte lotrechte Verkehrslasten in kN/m2 [kp/m2] nach DIN 1055 Teil 3 sind z. B.:

5a] Wohnräume 1,5 [150]
6b] Büroräume, Verkaufsräume, Krankenzimmer 2,0 [200]
8b] Theater, Kinos, Tanzsäle, Verkaufs- räume, Geschäftswarenhäuser, Gastwirtschaften 5,0 [500]

Aufbau zur Prüfung lotrechter Verkehrslasten

Verbundkonstruktionen zur Erhöhung der Tragfähigkeit der Balkenlage*

Um bei größeren Balkenabständen einer leichten Durchbiegung entgegenzuwirken [durch die aufgebrachte Vergussmasse], wird vorübergehend mittig abgestützt. Ausführung bei Verbundfußböden gemäß TNO-Zeugnis und Diagrammentwürfe Beratungsbüro Hageman.

Die gemäß den Verarbeitungshinweisen verlegten LEWIS®- Schwalbenschwanzplatten vernagelt man durch jeden Unterflansch des Profils mit Sondernägeln z.B. Schraubnägeln [DIN 1052 Teil 2]. Die Nägel sollen nur soweit eingeschlagen werden, dass sie mit dem Oberflansch bündig stehen [Verankerung der Nägel in der Vergussmasse]. Nach dem Vernageln wird ein Estrich oder Beton in einer Vergussstärke von 34 mm über dem Oberflansch aufgebracht. Die Vergussmasse soll langsam austrocknen. Nach etwa sieben Tagen können die Stützen entfernt werden und der Boden steht zur weiteren Bearbeitung bereit. Der eventuelle Einbau von Trenn- oder Leichtbauwänden kann erfolgen. Bitte beachten Sie, dass bei vernagelten Aufbauten der Trittschallschutz schlechter ist als bei schwimmenden Aufbauten. Wir empfehlen Windrispen- bänder zur Aussteifung des Tragwerks.

*Anwendungsbeispiel außerhalb der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung. Ggf. statischen Nachweis errechnen.

Konstruktive Eigenschaften und Berechnungsgrundlagen

Feuerwiderstand

Feuerwiderstand einer Fußbodenkonstruktion mit LEWIS®-Schwalbenschwanzplatten

Der Feuerwiderstand eines Fußbodens ist unter anderem von der Stabilität und der Tragfähigkeit der Tragkonstruktion abhängig. Zur Vorbeugung eines Feuerübertritts muss die Vergussmasse an den Maueranschlüssen fachgerecht verarbeitet werden. Durchführungen sind mit geeigneten feuerhemmenden Materialien abzudichten.
Bei einem sachgemäßen Einbau – gemäß der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Nr. Z-26.1 .36 und der ergänzenden Gutachtlichen Stellungnahme der MPA Braunschweig – können für verschiedene LEWIS®-Fußbodenkonstruktionen die Feuerwiderstände als Richtwerte angesehen werden.

 

Prüfzeugnisse Feuerwiderstand

  • MPA TU Braunschweig Gutachtliche Stellungnahme vom 27.01.2000
  • MPA Bewertung LEWIS® auf Stahlträgern vom 14.05.2004
  • TNO-Bouw [Niederlanden] 2004-CVB-R0059 [rev. 1] vom April 2004
  • Efectis [Niederlanden] Brandproben nach EN 13501-2-2007

Alle Prüfzeugnisse und Zulassungen finden Sie hier

LEWIS®-Böden auf verdeckter Holzbalken-oder Stahlträgerkonstruktion [Deckenaufbau A nach Anlage 2 der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung]

Balkenquerschnitt
B × H [mm]
Spannweite
Lt􏰀 [mm]
Deckenstärke
h􏰀 [mm]
Biegespannung
N/mm2
Feuerwiderstandsklasse
75 × 175 bis 1.200 50 > 0,6 F 30 [1 × 12,5 GKF-Platten]
100 × 200 bis 1.200 50 ≤ 10,6 F 60 [1 × 12,5 GKF-Platten]
140 × 180 bis 1.200 50 ≤ 10,0 F 60 [1 × 12,5 GKF-Platten]
         
75 × 175 bis 1.200 58 > 0,6 F 60 [2 × 12,5 GKF-Platten]
100 × 200 bis 1.200 58 ≤ 10,6 F 90 [2 × 12,5 GKF-Platten]
140 × 180 bis 1.200 58 ≤ 10,0 F 90 [2 × 12,5 GKF-Platten]
         
Stahlträger bis 1.200 58   F 90 [2 × 12,5 GKF-Platten]

Die Stahlträgerdecke muss nach entsprechenden allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen so geschützt werden, dass sie ebenfalls in F90 eingestuft werden kann.

LEWIS®-Böden auf freiliegender Holzbalken- oder Stahlträgerkonstruktion [Deckenaufbau B nach Anlage 2 der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung]

Balkenquerschnitt
B × H [mm]
Spannweite
Lt􏰀 [mm]
Deckenstärke
h􏰀 [mm]
Obere Beplankung Feuerwider-
standsklasse
    50 > 0,6 F30
    58 ≤ 10,6 F60
    58 ≤ 10,0 F60
    58   F90
         
Stahlträger   50   F30

Die Bemessung muss nach DIN 4102-4: 1994-03 Abschnitt 4.5 bzw. nach DIN ENV 1995-1-2 [Eurocode 5] in Verbindung mit dem NAD für die jeweilige Feuerwiderstandsdauer erfolgen.

Die Stahlträgerdecke muss nach entsprechenden allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen so geschützt werden, dass sie ebenfalls in F30 eingestuft werden kann.

 

 

Diagramm Feuerwiderstand der LEWIS®-Fußbodenkonstruktion mit Estrich-Beton C30/37 nach Eurocode 4

Das TNO-Zeugnis beinhaltet eine rechnerische Untersuchung für die Anforderungen der LEWIS®-Fußbodenkonstruktion [Stabilität im Brandfall] bis zu 60 Minuten ohne zusätzliche Maßnahmen. Aussagen über erforderliche Bewehrung bei größeren Spannweiten können gegebenenfalls dem Gutachten entnommen werden.